19.07.2010 Krank in Fallersleben

Montag, 19. Juli 2010 17:43

Der Tag war eigentlich ohne  Worte, das Team wurde mit Gastroenteritis, umgangssprachlich Magen-Darm-Grippe am Vorabend innerhalb von 20 min außer Gefecht gesetzt.

Im leeren Hotel Ludwig im Park (wir waren die einzigen Gäste) ergaben wir uns unserem Schicksal. Das Personal war redlich bemüht uns zu helfen.

Wir haben diesen Urlaubstag einfach mal ausgeblendet.

Gefahren sind wir heute 0km

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18.07.2010 Magdeburg-Barleben Wolfsburg Fallersleben

Sonntag, 18. Juli 2010 15:09

Morgens um 9.00 Uhr im Hotel gestartet . Quer durch Barleben in Richtung Mittellandkanal gestartet und dann zunächst einmal am Kanal gescheitert…Wo ein Weg sein sollte eine Baustelle. So versuchten wir unser Glück westwärts parallel zu Kanal,  2 km weiter ging es dann doch hoch auf den Radweg. Der “Radweg” war ein wenig  bescheiden, eher ein Wirtschaftsweg für die Leute die den Kanal kontrollieren  müssen.

An Vahldorf vorbei nach Haldersleben mitten durch die Stadt, am Bahnof war dann die Starße weg, ein Dank an das Konjunktur Paket der Kanzlerin. Irgendwie fanden wir dann auch den Kanal wieder und es ging weiter nach Westen.

In Bülstringen an der Liegestelle haben wir dann unsere Apfelpause abgehalten. Die Temperatur lag schon wieder bei > 25o, Sonne total. 

Nach einigen Minuten kletterten wir dann in’s Pino und düsten weiter den Kanal in Richtung Westen weiter. An Wieglitz, Calvörde nach Mannhausen, teilweise war kein Radweg vorhanden. Ausschilderung sowie so nicht, die Infrastruktur für Radler auch nicht (da hatten wir aber mit gerechnet…).

In Mannhausen sind wir dann im ABSOLUTEN nichts über eine super Komfortable Stahlbrücke geradelt, die nicht einmal eine Straßenanbindung hatte.

Hinter der Brücke dann dem Weg gefolgt und dann war er weg der Kanal.
Hier mussten wir dann das Pino abladen und über einen Deich tragen.

Nach viel geschimpfe der besten aller Ehefrauen weiter den Kanal lang bis zur “Alten Eisenbahnbrücke Klötze-Oebisfelde” die Dorfstraße nach Wassendorf.
Im nachhinein  wunderen wir uns, das wir noch leben, denn auf der Straße waren nur Idioten in den Autos unterwegs, echt lebensgefährlich für Radler.
Da wir noch keine Pause gemacht hatten, sind wir dann nach Oebisfelde um  endlich um 15.00 Uhr im “Das Edelgard’s” ein Kiosk an der Straße, etwas zu gegessen.

Da wir noch nach Fallersleben wollten, ging die Reise weiter, um 500m hinter Oebisfelde je zu enden, wieder war der Radweg (es ist der offizielle AllerElbeRadweg) weg, Sandhaufen quer rüber, Straßenbauarbeiten. Kein Schild, keine Umleitung, wie 3 Tage vorher in  Ganzlin.

An der Grenze zu Niedersachsen dann ein Schild mit dem Verlauf der alten Grenze Bundesrepublik – DDR kurz vor Grafhorst  (Wir haben somit das 4 Bundesland in diesem Urlaub erreicht).

Nach einer kurzen Tour durch den Wald landeten wir wieder am Kanal bei Vorsfelde. Damit waren wir praktisch schon in Wolfsburg. Schon mal da, dachten wir die Autostadt nehmen wir mal mit. Aber wie es so geht, es ist die Autostadt, nicht die Fahrradstadt. Der Pförtner holte uns am Eingang vom Rad (sehr höflich!!) und wir durften in Richtung Stadtbrücke schieben.
Trotzdem dachten wir uns: probieren geht über studieren und schieben das Pino mal in das Empfangsgebäude der Autostadt, kaum drinne schon der erste Anpfiff, was das sollte. Also verhandelt, das Pino durfte bleiben und wir habe uns mal umgesehen. Als wir das Pino dann unter die Weltkugel für ein Foto schieben wollten, fing die Dame am Empfang dann an zu hyperventilieren…wir sind dann mal gegangen.

Ein Cappu musste sein, das Pino abgestellt und dann wurde unser Gefährt stark bestaunt, tja ein Pino macht in so einer Umgebung dann doch mehr her wie win Golf oder Polo.

Gottseidank hatte gab es einen Lift auf die Brücke, das Pino passte sogar rein. Nur von der Brücke runter an den Kanal, da fehlte dann der Lift und das Pino musste die Treppen runter.

Die letzten Kilometer zu unserem  Hotel "Ludwig im Park" in Fallersleben flutschten dann von alleine.

Für das Pino eine eigene Garage, nach dem obligatorischen restaurieren der Stokerin und des Captains ging es nach kurzer Suche in die Gaststätte Brauhaus Fallersleben, wo wir  sehr gut gegessen haben.

Am Abend haben wir uns Fallersleben dann nochmal angesehen. Ein sehr schöner Ort mit schöner Altstadt, viele Leute in Trachten unterwegs. 
Grund war eine Erlebnis-Stadtführungen mit Theaterszenen, da werden Leute mit Stadtführer durch die Gegend gescheucht, hinter Häuserecken springen Kostümierte hervor und stellen dann historische Szenen nach. Angeboten wird dies vom  Denkmal- und Kulturverein Fallersleben gem. e.V.

Im dem großen Hotel waren dann die einzigen Gäste, ALLEINE im großen Hotel, so richtig mit Hausschlüsseln, gruselig war es schon.

Und dann ging es los: Im Team brach die Gastroenteritis, umgangssprachlich Magen-Darm-Grippe aus.

Innerhalb von 20 min wurden wir außer Gefecht gesetzt.

So endet ein ereignisreicher Tag nach

96 km, Gesamthöhe 1674m, durch die große Hitze, alles ziemlich ÜBEL.

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17.07.2010 Havelberg (Elbe) – Magdeburg Barleben

Samstag, 17. Juli 2010 17:07

Start nach 9.00 Uhr in unsere Pension mit dem Namen Elb-Havel Pension in Havelberg. Das Frühstück war ein wenig sehr rustikal (sozusagen Aldi mäßig).
Die Brötchen aus dem Aldi wurden im Backofen frisch aufgebacken,
die Wurst, der Käse und Orangensaft kam auch von da, ein Ei gab es auf Nachfrage.
Beim Frühstück kamen wir mit einem netten Herren ins Gespräch (er war aus Frankfurt) der den Elbradweg nach Dresden wollte.
Nachdem dem begleichen der Zimmerrechnung (dem unangenehmen Teil der Übernachtung wie wir immer sagen)  ging es los..
(Das wir die Track Aufzeichnung unserer GPS’s nicht eingeschaltet hatten merkte wir dann in Büttnershof)

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Gierseilfähre Sandau

Mit der Gierseilfähre Sandau (Elbe) überquerten wir erst mal den Fluss.
Am Westufer lang  ging über Büttnershof und Rosenhofes flott in Richtung Süden.
Von der Elbe nichts zu sehen da der Radweg im Landesinneren verläuft .

Hinter  Altenzau in einem Gewebegebiet sahen wir den die Reste vom Kernkraftwerk Stendal. Weiter nach Arneburg, immer noch keine Elbe in Sicht (das hat uns ein wenig an unsere Wesertour 2008 erinnert) durch das Landesinnere über Storkau, Hämerten  nach Tangermünde.

In Tangermünde (ein nettes Städtchen) dann ein paar Brötchen beim Bäcker und Wurst beim Metzger beschaffte, das Frühstück erfolgte dann in der Pampa. Auch hier kann man sagen das die Infrastruktur nicht so doll ist, gottseidank habe wir unsere Wasserversorgung auf 1.5 l umgestellt, Ersatz bei Lidl und co ist so kein Problem.

Auf da Pino sind wir auch ein paar mal angesprochen worden..man fällt auf

Ansonsten ging es unspektakulär weiter Schnellendorf, Grieben, Bittkau, Ringfurt, Kehnert und Bertingen.  Im Cafe des Feriendorf Bertingen , so im Nichts (mal wieder) gelegen, haben wir dann cafesiert. Wenn die Mücken uns nicht so zerfressen hätten wäre es eine TOP Empfehlung.

Dunkle Wolken und Unwetterwarnung haben uns bis zur Fähre Rogätz begleitet.
Auf der Fähre hielten wir einen Plausch mit Fährmann (wir wissen jetzt auch das auf der Elbe nicht mehr viel Schiffsverkehr ist) und sind dann vom dem Sturm und Wolken gejagt Schartau  nach Niegripp gedüst.

Trotz des Wetters haben wir uns die Schleusen und das Wasserstraßen Kreuz Hohenwarte angesehen. In Hohenwarte überquert der Mittellandkanal mittels Brücke die Elbe.

Dem Mittellandkanal folgend sind wir Schiffshebewerk Rothensee  den Mittellandkanal weiter. Der Regen wurde schlimmer und wir immer schneller.

Am Barleber See mussten wir dann in Richtung Hotel weiter. Natürlich wieder schlecht beschildert, haben wir uns durch die Pampa nach Barleben geschafft.

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Hotel Sachsen Anhalt
Als wir im Hotel Sachsen Anhalt ankamen, war es wieder trocken.

In Barleben hatten wir in angesicht der vielen Wasserspiele den Eindruck, das in Deutschland das Geld doch noch nicht so knapp sein kann…

Gegessen haben wir dann im  Barleber Hof, wir konnten draußen essen das war dann ok.

Gefahren sind wir heute gefühlte 0 Höhenmeter, 102km

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16.07.2010 Meyenburg – Havelberg (Elbe)

Freitag, 16. Juli 2010 18:36

Nach einem mäßigen Frühstück in unserem Hotel ging es bei voller Sonne los.

Wie immer zuerst die Wasservorräte ergänzt und dann auf die B103 nach Süden.
Nach ca. 2 km dann den Abzweig nach Penzin genommen (die B103 hat keinen Radweg) , per Landstraße über Schmolde, Warnsdorf, Brügge (heißt wirklich so)  Rohlsdorf auf die A24 zu.

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Nichts
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Handy im nichts...

Die Überquerung der Autobahn erfolgte dann bei Kuckuk. Sonne satt, die Temperatur lag schon bei gefühlten 40 Grad.


Bisher sind wir durch die totale Pampa, sozusagen mal wieder durch das nichts gefahren. Erstaunlicherweise funktionieren aber die D1 und O2 Handy überall im 3G Modus.

 

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Pause
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Wieder nichts

Nach unserer “Äpfelchen Pause in der einzigen Bushaltestelle weit und breit bei Streckenthin (nur dort war Schatten) ging es dann nach Pritzwalk weiter.

Hinter Pritzwalk dann auf die B107 nach Mesendorf, weiter über Groß Woltersdorf Brünkendorf (mitten im Wald dann plötzlich ein Bahnhof – Brünkendorf – er gehört zu der Strecke des Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg e.V .

Hier fährt  “Der Pollo”  (heute natürlich nicht), eine Schmalspurbahn die vom Verein betrieben wird.

 

Weiter nach Lindberg, Krams, Beckenthin und Kunow.

Dann sollte es weiter nach  Schrepkow gehen, doch es fehlte mal wieder die Straße, sprich sie war eine Baustelle. Nach einigen ratlosen Minuten fragten wir einen Anwohner,der uns den Tipp gabt auf der B5 (ohne Radweg !!) 1 km zu fahren und dann einen Waldweg nach Schrepkow zu fahren.

Dann fing das Chaos an:

In Klein Leppin keine Beschilderung. Wieder eine Anwohnerin gefragt, die meinte es gebe einen Weg nach Klein Leppin.
Den Weg gab es auch, aber er bestand aus Treibsand, Auf der ADFC Karte war er als Radweg gekennzeichnet, wir glauben aber, da ist noch nie einer vom ADFC lang gefahren….

Genervt nach 2 Km im Sand schieben sind wir dann auf die B107 gefahren.
Natürlich ohne Radweg dann unter Lebensgefahr im LKW Verkehr bis Glöwen.
Ab hier gab es dann Gottseidank einen Radweg an der B107 bis Havelberg.

Nach bisher 200 km dann der Schock – der Elbradweg –  der Radweg gleicht einer Autobahn, die Stadt voller Radler.
In der Touriinfo dann eine Pension gefunden und erst einmal eingecheckt.

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Elb-Havel Pension

Die Elb-Havel Pension nennt sich zwar Villa,aber es  ist halt eine Pension. Für eine Nacht ok, da störte es auch nicht, das unter dem wandhängenden WC ein Holzbalken steckte, vielleicht hat hier einmal ein “kräftiger” Biker für ein Problem gesorgt. Das Pino konnten wir aber gut einschließen.

 

Nach gründlicher Restauration der Stokerin und des Captains ging es auf Stadtbesichtigung.

Gegessen beim Griechen am Rathaus.

Das Preis Leistungsverhältnis ist am Elberadweg eher suboptimal, hohe Nachfrage und geringes Angebot bestimmen den Preis.

Abends haben wir bei unserer Pension im Garten gesessen, lecker Rotwein getrunken und wurden von den Mücken aufgefressen, aber das merkt man sowieso erst am nächsten Tag.

Dann noch schnell das Netbook raus, UMTS geht auch hier rasend schnell und das Hotel in Magdeburg gebucht.

 

Gefahren sind wir heute 394 Höhenmeter, 78,7km bei gefühlten 40 Grad

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15.07.2010 Rostock – Meyenburg

Donnerstag, 15. Juli 2010 18:03

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Storch im nichts

Die Nacht im Hotel GreifenNest gut verbracht. Nach einem leckerem Frühstück sind wir dann (bei Trübnis und leichtem Regen) los. Bei Nettomarkt an der Stadthalle wurde der Wasservorrat  vervollständigt und los….Zunächst mitten durch Rostock den  Radweg Berlin-Kopenhagen nach Schwaan, an der Bahn lang nach Werle.

Dann der Beschilderung gefolgt und  mit dem Pino durch 2 km Sand gefahren, da hatten wir immer etwas schiss vor. 225Kg fahren sich als Fahrrad im Sand mehr oder weniger  suboptimal, nach viel gefluche und geschiebe hatte uns die Welt in  Kassow dann wieder.

 

 

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Schleuse am Kanal

Aber in Kassow (trotz 2er GPS) verfahren..peinlich peinlich. Irgendwie haben wir dann aber Ottelin gefunden, wir fanden Zepelin, aber nicht die Brücke über den Bützow Güstrow  Kanal, die war nämlich weg gerissen. An der Brücke waren Blumen, da war vor kurzem ein 12-Jähriges Mädchen im Kanal ertrunken.

Das Pino (225 kg hatten wir bereits erwähnt) mussten wir dann über den Schleusenweg mit Treppen schleppen.

 

 

 

Anschließend  ging flott den Kanal lang in Richtung Güstrow. Irgendwann hatten wir dann den Weg vor lauter Heu nicht mehr gefunden. Irgendein Geisteswissenschaftler hatte mähen lassen, das Heu auf den Radweg gekehrt und das war es. Also mitten durch.

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Radweg am Kanal
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Noch mehr Heu

 

 

 

 

 

 

In Güstrow haben wir nicht mehr gehalten und es ging in voller Fahrt nach Mühlrosin – Kirschrosin – Belin über eine super komfortablen Radweg durch den Wald nach Krakow.

Krakow am See kannten wir von unserem Urlaub 2003 — erschreckend wie runtergekommen der Ort wirkt. Im Aldi Wasser nach getankt, ein Brötchen beim Bäcker gegessen und bloß weg.

Nach div Kilometern auf der B103 durch das nichts landeten wir im Örtchen Bossow anschließend gefühlte doppelt so viele durch das nichts nach Karow.

Der B103 folgend sind wir dann nach Plau am See. Dort mal wieder falsch ( das mit den 2 GPS hatten wir schon erwähnt).

Also wieder midde  dorsch über Reppentin und Gaarz in das nächste nichts,  von Gaarz zur B103 wieder durch 1.5 Km Sand.

Auf der B103 im grausamer Verkehr ohne Radweg, deshalb in Ganzlin abgebogen und dann standen wir vor einem Sandhaufen (das ist uns noch mehrmals so gegangen). Sperrung des “Privatweges” (nach ADFC Radkarte ein offizieller Radweg!!) durch einen Sandhaufen. Erst ratlos, dann einen Einwohner befragt der uns sagte fahrt mal weiter, kein Problem… Allen Mut zusammen genommen, einen anderen Weg nach Werdisch-Priborn gab es auch nicht.

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Offizieller ADFC Radweg

Es kam dann noch besser, der Weg endetet vor umgestürzten Bäumen, das  Pino durften wir dann durch den Urwald Schieben.
In Werdisch-Priborn hatte und die Welt dann wieder. Es ging dann flott nach Meyerburg in das (einzige Hotel am Ort) das  Hotel GERMANIA Hotel am Schlosspark . Das Pino bekam einen Platz im Ballsaal, das Zimmer einrichtungstechnisch das Beste auf der Reise.

 

Das Essen war jedoch nicht der Brüller: Dosen Pilze und Bohnen .

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Hotel Garten
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Blick vom Hotel

Gefahren sind wir heute 584 Höhenmeter, 115km

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