Urlaub auf Sylt 13.01.2011 – 20.01.2011

Nach langen Diskussionen und mit vielen Vorurteilen versehen, haben wir es war gemacht:

1 Woche Urlaub auf Sylt. Kurzfristig über Reinhold Riel eine Ferienwohnung in Westerland gebucht, mit einem Billigticket der Bahn (83 € für 2 Personen), ging es dann am 13.01.2011 los.

Die Bahn war mal pünktlich, so dass wir dann im strömenden Regen auf Westerland ankamen, zum Riel dappten und den Schlüssel holten.

Die Wohnung im Haus Sarah Bötticherstraße liegt rund 100m von der Friedrichstraße und etwa 250m von der Nordsee entfernt in einer ruhigen Seitenstraße.

Die Wohnung war laut Internet erst frisch renoviert (stimmte auch), nur die Betten waren vom Typ Hängematte, wir hatten lange nicht so schlechte Betten und Matratzen wie in dieser Wohnung.

Die nächsten Tage nutzen wir dann um Westerland und Sylt besser kennen zu lernen.

Zunächst einmal konnten wir feststellen, dass wir in der Neben der Nebensaison waren. Die Weihnachtsferien uns Sylvester waren rum, das Biikebrennen noch nicht angefangen.

Wir begannen mit einem geführten Stadtrundgang durch Alt Westerland.
Abseits vom Trubel sahen wir den ursprüngliches Ort, die Führung ist zu Empfehlen.

Nach zwei Tagen Wanderungen (meist im Regen) beschlossen wir uns eine 3 Tageskarte für den Bus (Kostet als Familienkarte 41,80 €) zu holen und dann die Insel zu erkunden.

Zuerst ging es nach Norden in Richtung Kampen – List. Kampen ist schon sehr mondän und snobistisch, überall Reetgedeckte Häuser umgeben von Friesenwällen.

Ein Tipp aus der Heimat hat uns dazu gebracht in der Kupferkanne einzukehren, das ist ein alter Flakbunker aus dem 2. Weltkrieg , der über die ganzen Jahre ausgebaut wurde.
Den leckeren Kuchen und Pharisäer (übrigens der erste in unserem Leben) kann man uneingeschränkt empfehlen.

In der Hauptsaison ist Kampen sicherlich interessant um einmal die B- ,C- und D Promis hautnah zu erleben, wir glauben aber nicht das dies unbedingt notwendig ist.

In List fällt sofort die Präsenz vom Gosch auf, der scheint hier omnipräsent zu sein. Im Winter ist List eher öde, und die Straßen, da z. Teil vereist, sehr glatt.

Im Süden liegt dann Hörnum, hier legen im Sommer die Fähren zu den Halligen an oder ab, auch Mega leer (das mit der Bike hatten wir schon erwähnt) .
Unbedingt besuchen wollten wir die Sansibar. Also in Hörnum in den Bus, direkt an der Sansibar ausgestiegen und die 200m hingelaufen. Vor den Dünen gibt es einen großen Parkplatz, es standen sogar ein paar Porsche vor der Tür, sowie einen Shuttle Service der die Schönen und Reichen die 100m durch die Dünen fährt…..

In der Sansibar (Leute wie wir, die seit 20 Jahren im Facility Management  arbeiten) würden wir die Location eher als Lost place bezeichnen, auf keinen Fall als Strandbar in der ab und zu auch einmal ein Sterne Koch tätig ist. Man kann nur hoffen dass die Bude die nächsten Stürme unbeschadet übersteht.

Aber allen lästern zum trotze: Die Bedienung war fix da, wir bekamen unser Essen super schnell und die Preise waren sehr moderat, in Schulnoten eine 2+ für den Laden.

Aber er war auch da, der maulende Gast, ein älterer Herr der mit seiner Sekretärin auf kurz Urlaub auf Sylt war, hat sich dann am Nebentisch lautstark darüber erregt das es um 12.00 Uhr noch keine Austern gibt…….

Den Sansibar Aufkleber für das Auto haben wir uns dann doch geschenkt.

Nach dem opulentem Mahle sind wir dann über Rantum (war nicht so prickelnd) nach Westerland zurück gelaufen.

Am letzten Tag unserer 3 Tages Buskarte ging es dann nach Keitum, das gefiel uns aufgrund der alten Häuser mit am besten, ist aber auch weit vom Schuss wenn man kein Fahrrad oder Auto zur Verfügung hat.

Essen auf Sylt:

In Westerland kein Problem,

· Fisch beim Gosch oder besser beim Blum

· Taverna Rhodos, ein Grieche ist so la la

· Alt Berlin macht auf berlinerisch

· Italienisch im Il Ristorante

· Chinesisch beim Chengtu, ist ein normaler Chinese.

· Brötchen aus der Bäckerei Funke, voll lecker.

Man kann in Westerland fast nirgendwo in den Restaurants mit Kreditkarte bezahlen, also immer genug Bargeld mit nehmen.

Fazit:

Es ist in dem Zeitraum Januar Februar alles außerhalb von Westerland dicht.
In dieser Zeit kann man eigentlich (wenn kein Auto dabei) nur in Westerland wohnen, denn in den kleineren Orten ist alles incl. der wenigen Lebensmittelgeschäfte zu. Versorgungstechnisch könnte es sonst schwierig werden.

Im Winter sind die Gehwege durch die verlegten Backsteine bei Frost sehr glatt, selbst wir hatten so unsere Not es ohne Blessuren zu überstehen.

In der Nebensaison wird wirklich überall gebaut, d.h. Kräne Lärm und Baustellen im ganzen Ort, es ist jedoch akzeptabel, da im Winter auf Baustellen erste bei Tageslicht begonnen wird, da waren wir längest wach.

Wir werden sicherlich außerhalb der Hauptsaison noch einmal wieder kommen, unsere Skepsis bezüglich Snobismus und Schickimicki war (bezogen auf einen Urlaub in der absoluten Nebensaison) unbegründet. Im Sommer werden wir Sylt (wie auch Usedom) auf jeden Fall meiden.

Im Vergleich zu unserer Lieblingsinsel Usedom muss Sylt sich nicht verstecken.

Preis/Leistung ist (jeden Abend im Restaurant gegessen) absolut ok, es war einer unser preiswertesten Urlaube seit langem. Nur glaubt uns das von unseren Bekannten kaum einer…..

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Datum: Mittwoch, 26. Januar 2011 16:12
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