01.11.2010 Insel Safari auf Usedom

So nach x Aufenthalten auf der Insel, nach einem Fernsehbeitrag von  Heike Götz in der Landpartie haben wir es diese Jahr gewagt: Wir buchen eine Tour mit der INSEL-SAFARI®. Also angerufen, spontan eine Tour für den nächsten Tag gebucht und dann stand er vor der Tür , der Defender mit Gunnar Fiedler, pünktlich um 10.00 Uhr vor unserer Ferienwohnung in Ahlbeck. 

Mit dabei ein Ehepaar (Susanne und Achim)aus Ostwestphalen. Ein erstes Briefing mit Karte auf der Motorhaube, das Verstauen der Teilnehmer…und dann ging es los. 

Hinter Ahlbeck in die Pampa, sprich auf einen Feldweg in Richtung Süd-Ost an das Ufer vom Gothensee. Vom See war, da alles Sumpf und Dunst,  nicht viel zu sehen. Weiter ging es dann zum Wolgastsee, da hielten wir dann das erste Mal. Der Ort heißt Koswandt, das Schwimmbad hatte Saison bedingt geschlossen. Das der wacklige Steg uns getragen hatte war schon ein Wunder. Die Idylle ist um die Jahreszeit schon beeindruckend.

Und wieder auf Feld- und Wanderwegen zum Schwarzen See, noch tiefer in der Pampa. Durch die Zirchower Berge an den Krebssee, es gibt auf Usedom 14 Seen wie wir dann im laufe der Tour lernten.

Das mit den Feldwegen die wir weiter fuhren,hatten wir bereits erwähnt, dann nach Ulrichshorst, als Moorkolonie 1774 gegründet, für 30 Familien als Straßendorf um den Thurbruch zu entwässern.

Dann wurde es Zeit für die erste Pause am Aussichtsturm des 58m hohen Krückelsberg, nahe des Ortes Reetzow.

Gunnar hatte für ein zweites Frühstück alles dabei.
Die Sicht war von diesem Aussichtspunkt jedoch heute nicht so gut, die Stille in der Gegend hat uns als Rheinmainer jedoch beeindruckt.

Nach der Stärkung sollte es dann weiter nach Benz, der “Kulturhaupstadt” von Usedom gehen. Als erstes Stand ein Besuch auf dem  Benzer Mühlenberg auf dem Programm, dort steht die 1830 gebaute Holländerwindmühle die bis 1972 in Betrieb war.

Zwischendurch lebte der Künstler Otto Niemeyer Holstein hier.

Heute Restauriert und vom Benzer Mühlenverein betreut. Da wir “zufällig” an der St. Petri Kirche von Benz hielten, sind wir dann mal rein. Sie ist eine der ältesten Kirchen Usedoms, bereits 1229 erstmalig urkundlich erwähnt. Innen beeindrucken mehrere hundert Sterne aus Holz, die aber einer Restauration bedürfen.

Nachdem Kirchenbesuch ging es an den Schmollensee, hier war es dann noch ruhiger (geht das überhaupt??), auch im Sommer würden sich hierher kaum Touristen verlaufen, kaum vorstellbar, den die in der Saison überlaufenden Kaiserbäder liegen nur ein paar Kilometer entfernt.

Nach dieser Besichtigung war Gunnar der Meinung das uns ein wenig Bewegung gut tun würde…..also warf er uns am Westufer des Schmollensee aus dem Defender und wir mussten den 26m hohen Fuchsberg erklimmen um zu der Bockwindmühle Pudagla zu kommen, wo das Auto auf uns wartete. Die Mühle kannten wir schon von einem früheren Besuch, leider war sie geschlossen.

Aber jetzt wissen wir wem das Protzanwesen neben der Mühle gehört…

Also wieder einsteigen und dann den Berg runter in Richtung Achter Wasser, durch die Schneise hindurch, die ein Tornado hier am 23.08.2010 hinlassen hatte, das haben wir dann auf der Tour noch ein paar mal sehen können.

Am Achterwasser wurden wir dann wieder aus dem Auto geworfen, um am Wasser um den Konker Berg herum zu der Badestelle am Achterwasser, das ist der Geheim-geheim Tipp zum Baden im Sommer.

Nach so viel Bewegung hieß es dann erst einmal Kilometer machen…an der still gelegten Kiesgrube mit dem Quadspuren (ein alter Traum wird da wieder wach) zu der Straußenfarm Usedom, hier hatten wir dann ein Déjà-vu, sprich mal einen Geocache gefunden.

Auf dem Weg nach Neppermin trotteten dann ein paar Schafe so ganz ohne Zäune auf der Straße, das würde bei uns in Rheinmain zu einem Großeinsatz der Polizei führen und einer Unterbrechung des Programmes der örtlichen Radiosendern.

Wir durften dann die Villen direkt am See bewundern, die zum Teil fast im Wasser stehen. Ferner erklärte dann Gunnar was es mit den Inseln Böhmke und Werder so auf sich hatte.

Dann wieder über Feldwege in Richtung Wasserschloss Mellenthin das wir uns noch ansehen wollten. Mitten im Wald an einer engen Stelle dann ein Baum quer über den Weg, weiter kommen unmöglich. Also die Frage von unserem “Kutscher” rückwärts oder sägen ??.

Die Gruppe entscheidet sich natürlich für das sägen und wir schafften diesen gruppendynamische Erlebnis (vermutlich hatte INSEL-SAFARI® den Baum dort hingelegt) in kurzer Zeit (die Zecke haben wir dann am nächsten Tag entfernt).

Am Wasserschloss angekommen, durften wir mal wieder ein wenig laufen, sprich um das Schloss herum. Die Revitalisierung des Ensembles ist schon weit fortgeschritten. Bei unserem ersten Besuch vor einigen Jahren, hätten wir nicht gedacht dies aufgrund der Bausubstanz möglich wäre.

Selbstverständlich wurde dann noch die im 14./15. Jh erbaute Kirche Mellenthin ein Besuch abgestattet.

Der Tag näherte sich so langsam aber sicher dem Ende zu, es gab aber doch noch einiges zu schauen. So fuhren wir dann weiter nach Morgenitz im Lieper Winkel. Die Gegend kannten wir von unserem Aufenthalt im Jahr 2004, wir hatten da eine Ferienwohnung in  Dewichow, sie hat sich, wie die ganze Insel wahnsinnig verändert. Hinter Morgenitz sahen wir dann unseren Seeadler….leider nicht im Flug, ein nachhaltig beeindruckendes Erlebnis.

Hinter Krienke dann ein weiterer Halt im Sumpf…über rutschige Stege an das Wasser, leider war dann kein weiterer Seeadler mehr zu sehen. Auf dem Weg nach Rankwitz war an vielen Bäume die Reste der “Harzer” die vor zur Wende Baumharz geerntet hatten, das dann zu u.a. Terpentin weiter verarbeitet wurde.

Am Hafen Rankwitz zauberte dann Gunnar ganz “zufällig” Kaffee und Kuchen aus dem Defender, den wir im Schein der untergehenden Abendsonne am Peene Strom genießen durften.

Das Fisch Restaurant am Hafen kann man uneingeschränkt empfehlen, wir kennen es von früheren Besuchen, heute fehlte jedoch die Zeit für einen Besuch.  

So langsam fing dann der Rückweg an, wir wollten eigentlich noch an das Stettiner Haff. Auf der Strecke ein kurzer Halt an der  Suckower Eiche, eine mindestens 700 Jahre alte Sockeleiche. Wir als alte Cacher wollten noch einen Cache heben…es blieb aber beim wollen (Nachtrag: wir waren 2 Tage später noch einmal da und schon lag die Dose in unserer Hand).

Von Suckow dann in Richtung B110, wieder in die Pampa, kurzer stopp um in der Ferne Hirsche und Rehe am Waldrand zu beobachten.

In Stolpe dann noch (schon fast im dunkeln) noch ein kurzer Besuch am  Herrenhaus Schloss Stolpe.  Das Tageslicht war aber jetzt zu Ende. Es ging dann ausnahmsweise über Landstaraßen durch Gummlin, Dargen, Bossin, Neverow, dem Flughafen Heringsdorf (mit gravierenden Mängeln nach der Pilotenvereinigung Cockpit 2010!!!), Zirchow und Korswandt zurück zu unserer Ferienwohnung im Autorenhaus Ahlbeck. Der Tag ging nach 87km und 7h dann plötzlich zu Ende…..

Fazit: Eine tolle, interessant Tour die uns an Ecken der Insel brachte die wir auch nach mehren Aufenthalten so noch nicht kannten.

Die wunderschöne Natur und die unglaubliche Stille an vielen Stellen der Insel hat uns tief und nachhaltig Beeindruckt. Unserem Guide Gunnar Fiedler danken wir für die unglaublichen Eindrücke, die netten Hintergrundgeschichten sowie den historischen Background.

Die Tour kann man weiter empfehlen, man sollte sie aber selber erfahren denn wir haben hier nicht alles nieder geschrieben.

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Datum: Montag, 1. November 2010 20:00
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2 Kommentare

  1. 1

    Hallo Ihr Zwei Chaoten ; ), freu mich zu lesen, daß Ihr das „Ding“ doch noch gefunden habt. Hoffe Uhr seid gesund und munter!! Wir lesen uns….mfG von der Insel, Gunnar

  2. 2

    Das hört sich nach einer wirklich spannenden und abenteuerlichen Tour an. Klingt auf jeden Fall empfehlenswert! Und für mich ist die Tour nun auch ein Muss!

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