Beitrags-Archiv für die Kategory 'Urlaub'

10.06.2011 Unser persönliches Chaos Bahn Erlebnis

Samstag, 11. Juni 2011 12:52

Sommerurlaub Ferien Erholung, so denkt man…aber eins nach dem anderen.

Vor Wochen eine Fahrkarte gekauft, ein Platz für unser Pino reserviert und dann morgens guter Dinge los. Im ersten Zug alles Top, pünktlich in Frankfurt angekommen und dann zum Gleis 13 geschoben.

Auf der Anzeigetafel dann : Es fehlen die Wagons mit den Fahrradabteilen im IC 2378, Abfahrt 6:49 Uhr.

Also zu den vielen Herrschaften mit den Roten Mützen, stand Information drauf, gefragt wie wir unser Rad in den Zug bekommen, Antwort keine Ahnung, das weiß das Zugpersonal.

Also auf den Bahnsteig zurück, das Rotkäppchen mit der roten Mütze gefragt, ihm sei das alles sowieso egal, das müssen die Kollegen im Zug klären.

Zug fährt ein, der Zugchef steigt aus, auf unsere Frage wohin mit dem Tandem: Er müsse sich jetzt um das ankoppeln der Lok kümmern. In den Zug geflitzt, eine Zugbegleiterin abgegriffen, auf die Frage wohin mit dem Rad kam die
Antwort”Ich bin hier nur die Auszubildende, keine Ahnung”.

Also 2 Minuten vor Abfahrt das Pino einfach mal in den Zug gehoben, 1 Minute später stand der Zugchef plötzlich da und fing an zu maulen. So ginge das nicht, meinte er, wie dann fragten wir. Keine Antwort, wieder “so ginge das nicht”.

Nach einer immer lauter werdenden Diskussion zog er dann von dannen, bös schauend.

Pino
Pino

Es passt rein, sogar in einen Standard IC….

Der Zug fuhr dann endlich los, es wurde Fahradmäßig von Station zu Station immer voller.

In Hannover dann noch das Glück das ein Lift defekt war also die Treppen hoch schleppen.

Fazit: Die Bahn ist ein Sauladen, Krisenmanagement nicht vorhanden, die Mitarbeiter demotiviert (Frankfurt HBF) Zugpersonal total überfordert.

Das war Urlaubstag Nummero Eins….

Thema: Allgemein, Braucht man nicht wirklich, Urlaub | Kommentare (0) | Autor:

Urlaub auf Sylt 13.01.2011 – 20.01.2011

Mittwoch, 26. Januar 2011 16:12

Nach langen Diskussionen und mit vielen Vorurteilen versehen, haben wir es war gemacht:

1 Woche Urlaub auf Sylt. Kurzfristig über Reinhold Riel eine Ferienwohnung in Westerland gebucht, mit einem Billigticket der Bahn (83 € für 2 Personen), ging es dann am 13.01.2011 los.

Die Bahn war mal pünktlich, so dass wir dann im strömenden Regen auf Westerland ankamen, zum Riel dappten und den Schlüssel holten.

Die Wohnung im Haus Sarah Bötticherstraße liegt rund 100m von der Friedrichstraße und etwa 250m von der Nordsee entfernt in einer ruhigen Seitenstraße.

Die Wohnung war laut Internet erst frisch renoviert (stimmte auch), nur die Betten waren vom Typ Hängematte, wir hatten lange nicht so schlechte Betten und Matratzen wie in dieser Wohnung.

Die nächsten Tage nutzen wir dann um Westerland und Sylt besser kennen zu lernen.

Zunächst einmal konnten wir feststellen, dass wir in der Neben der Nebensaison waren. Die Weihnachtsferien uns Sylvester waren rum, das Biikebrennen noch nicht angefangen.

Wir begannen mit einem geführten Stadtrundgang durch Alt Westerland.
Abseits vom Trubel sahen wir den ursprüngliches Ort, die Führung ist zu Empfehlen.

Nach zwei Tagen Wanderungen (meist im Regen) beschlossen wir uns eine 3 Tageskarte für den Bus (Kostet als Familienkarte 41,80 €) zu holen und dann die Insel zu erkunden.

Zuerst ging es nach Norden in Richtung Kampen – List. Kampen ist schon sehr mondän und snobistisch, überall Reetgedeckte Häuser umgeben von Friesenwällen.

Ein Tipp aus der Heimat hat uns dazu gebracht in der Kupferkanne einzukehren, das ist ein alter Flakbunker aus dem 2. Weltkrieg , der über die ganzen Jahre ausgebaut wurde.
Den leckeren Kuchen und Pharisäer (übrigens der erste in unserem Leben) kann man uneingeschränkt empfehlen.

In der Hauptsaison ist Kampen sicherlich interessant um einmal die B- ,C- und D Promis hautnah zu erleben, wir glauben aber nicht das dies unbedingt notwendig ist.

In List fällt sofort die Präsenz vom Gosch auf, der scheint hier omnipräsent zu sein. Im Winter ist List eher öde, und die Straßen, da z. Teil vereist, sehr glatt.

Im Süden liegt dann Hörnum, hier legen im Sommer die Fähren zu den Halligen an oder ab, auch Mega leer (das mit der Bike hatten wir schon erwähnt) .
Unbedingt besuchen wollten wir die Sansibar. Also in Hörnum in den Bus, direkt an der Sansibar ausgestiegen und die 200m hingelaufen. Vor den Dünen gibt es einen großen Parkplatz, es standen sogar ein paar Porsche vor der Tür, sowie einen Shuttle Service der die Schönen und Reichen die 100m durch die Dünen fährt…..

In der Sansibar (Leute wie wir, die seit 20 Jahren im Facility Management  arbeiten) würden wir die Location eher als Lost place bezeichnen, auf keinen Fall als Strandbar in der ab und zu auch einmal ein Sterne Koch tätig ist. Man kann nur hoffen dass die Bude die nächsten Stürme unbeschadet übersteht.

Aber allen lästern zum trotze: Die Bedienung war fix da, wir bekamen unser Essen super schnell und die Preise waren sehr moderat, in Schulnoten eine 2+ für den Laden.

Aber er war auch da, der maulende Gast, ein älterer Herr der mit seiner Sekretärin auf kurz Urlaub auf Sylt war, hat sich dann am Nebentisch lautstark darüber erregt das es um 12.00 Uhr noch keine Austern gibt…….

Den Sansibar Aufkleber für das Auto haben wir uns dann doch geschenkt.

Nach dem opulentem Mahle sind wir dann über Rantum (war nicht so prickelnd) nach Westerland zurück gelaufen.

Am letzten Tag unserer 3 Tages Buskarte ging es dann nach Keitum, das gefiel uns aufgrund der alten Häuser mit am besten, ist aber auch weit vom Schuss wenn man kein Fahrrad oder Auto zur Verfügung hat.

Essen auf Sylt:

In Westerland kein Problem,

· Fisch beim Gosch oder besser beim Blum

· Taverna Rhodos, ein Grieche ist so la la

· Alt Berlin macht auf berlinerisch

· Italienisch im Il Ristorante

· Chinesisch beim Chengtu, ist ein normaler Chinese.

· Brötchen aus der Bäckerei Funke, voll lecker.

Man kann in Westerland fast nirgendwo in den Restaurants mit Kreditkarte bezahlen, also immer genug Bargeld mit nehmen.

Fazit:

Es ist in dem Zeitraum Januar Februar alles außerhalb von Westerland dicht.
In dieser Zeit kann man eigentlich (wenn kein Auto dabei) nur in Westerland wohnen, denn in den kleineren Orten ist alles incl. der wenigen Lebensmittelgeschäfte zu. Versorgungstechnisch könnte es sonst schwierig werden.

Im Winter sind die Gehwege durch die verlegten Backsteine bei Frost sehr glatt, selbst wir hatten so unsere Not es ohne Blessuren zu überstehen.

In der Nebensaison wird wirklich überall gebaut, d.h. Kräne Lärm und Baustellen im ganzen Ort, es ist jedoch akzeptabel, da im Winter auf Baustellen erste bei Tageslicht begonnen wird, da waren wir längest wach.

Wir werden sicherlich außerhalb der Hauptsaison noch einmal wieder kommen, unsere Skepsis bezüglich Snobismus und Schickimicki war (bezogen auf einen Urlaub in der absoluten Nebensaison) unbegründet. Im Sommer werden wir Sylt (wie auch Usedom) auf jeden Fall meiden.

Im Vergleich zu unserer Lieblingsinsel Usedom muss Sylt sich nicht verstecken.

Preis/Leistung ist (jeden Abend im Restaurant gegessen) absolut ok, es war einer unser preiswertesten Urlaube seit langem. Nur glaubt uns das von unseren Bekannten kaum einer…..

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Urlaub 30.10.- 06.11.2010 auf Usedom

Donnerstag, 11. November 2010 16:44

Lange geplant (eben wegen unser immer  etwas chaotischen Urlaubsplanung) dies mal kurzfristig wieder in Ahlbeck im Autorenhaus die Wohnung Nr.14 gebucht.

Am 30.10. dann morgens um 6 Uhr los. Die ganze Fahrerei über Landstraße zur A5, dann auf die A7, ja unsere 17.5 km lange Lieblingsbaustelle bei Göttingen ist immer noch da, weiter auf die A2 nach Berlin, wo wir natürlich im DESIGNER OUTLET BERLIN noch shoppen wollten. Das Center wirkte irgendwie enttäuschend, viele Läden standen leer, aber der Mces war leider voll.

Die Reise ging dann über den Berliner Ring weiter auf die A11 und A20 bis zur Abfahrt Pasewalk-Süd und dann gut 100 nervende Kilometer mit vielen Starenkästen nach Usedom. Nach 870km konnten wir dann bei dem Vermieter Usedomtravel unseren Schlüssel entgegen nehmen.

Das Autorenhaus ist immer noch nicht fertig, obwohl schon seit 2009 in Betrieb. Es fehlen z.B.noch im Treppenhaus (1. Rettungsweg) so Kleinigkeiten wie eine funktionierende Entrauchung. Aber egal, die Wohnung war schnell bezogen, das Auto in der Tiefgarage verstaut und die Insel konnte wieder einmal erobert werden.

Für den nächsten Tag war dann schnell eine  Insel Safari ausgemacht, der Rest der Zeit verging mit “erholen”.

Am Mittwoch stand dann ein Besuch bei Freunden an, die in Prerow Urlaub machten.

Am Donnerstag dann Dauerregen also gönnten wir uns einen Besuch im Technik- und Zweirad-Museum. Es werden viele Exponate aus der DDR gezeigt, man fühlt sich an die Anfangszeiten der Technikmuseen Speyer und Sinsheim erinnert, es steht alles durcheinander, wer Autos und LKWs  aus der DDR Zeit mag ist hier gut aufgehoben.
Die restlichen Tage vergingen mit viel laufen, chillen und lesen leider wieder zu schnell rum.

Die Rückfahrt gestaltet sich als schwierig, bis Eisenach dann Regen ohne Ende, aber nach 10 Stunden Autofahrt waren wir dann wieder in Idstein.

Fazit: Usedom ist immer eine Reise wert. Auch nach 5 Besuchen entdeckt man immer was neues. Viele warten gespannt darauf, das Polen den Euro bekommt. In Świnoujście ist vieles neu gebaut und wartet auf frisches Geld aus Deutschland….

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Usedom–Restaurantkritik

Sonntag, 7. November 2010 16:10

Wir werden ab jetzt in Regel- unregelmäßigen Abständen einmal über die Locations berichten in den wir Essen durften (oder mussten). Start unser Urlaub 2010 auf der Insel Usedom.

30.10.2010: An unserem Ankunftstag ging es strak zu unserem Preis-Leistungssieger Gasthof Schmiedehaus in Heringsdorf in der Delbrückstraße 29. Wir freuten uns auf gut deutsche Küche zu kleinen Preisen (ja das gibt es auf Usedom noch).

Es gab jedoch einen Pächterwechsel im Mai des Jahres und ein Blick auf die kleine Karte zeigt das die Preise und das Konzept geändert haben.

Das Lokal relativ leer, die Einrichtung immer noch so grässlich wie in den früheren Jahren und die Bedienung (die Besitzerin) wirkte an diesem Tag leicht überfordert. Nach der Bestellung einer Portion Rinder- und Ochsenbäckchen sowie den Teller mit 4 Fischfilets konnten wir uns dann auf das Essen freuen. Die Rinder- und Ochsenbäckchen topp, die Fischfilets leider Tod gebacken, sprich trocken.

Fazit: Mit Getränken 47€, bezogen auf Preisleistung eine 4 (in Schulnoten). Um den Ansprüchen der Inhaber des Gasthofes, Sandra Schmidt und Fred Quaisser gerecht zu werden (sie wollen laut eigener Beschreibung einmal zu den besten Küchen Usedoms gehören), muss da gewaltig nach gelegt werden. Wir werden nächstes Jahr noch mal vorbeischauen.

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Schmiedehaus

31.10.2010 + 01.11.2010: Nach dem Erlebnis vom 30.10.2010 ging es dann zu Uwes Fischerhütte in Ahlbeck Dünenstraße 52. Leicht zu finden, sie liegt direkt an der Strandpromenade und sieht von außen aus wie eine Imbissbude für Fernfahrer an der Landstraße. Deshalb sind wir auch die letzten Jahre nicht reingegangen. Bei qype.de die Kritiken gelesen und trotzdem hin.

Innen total klein, einen eigenen Tisch zu bekommen ist wohl nicht möglich, also mit an einen dran gesetzt. Die Einrichtung ist rustikal, der Boden voller Sand (bei der Lage kein Wunder). Die Bedienung schnell da, Bestellung aufgegeben und innerhalb von 20 min war, trotz brechend vollem Laden das Essen, Heilbutt Steak mit Bratkartoffeln und Matjesplatte mit Bratkartoffeln  (die Portion war so groß das die beste aller Ehefrauen noch mit essen musste). Beim zweiten Besuch habe wir dann einen Tisch reserviert (war auch gut so) und es gab ein gebratenes Dorschfilet und den Bismarck Teller Hausfrauenart.

Fazit: Qualität super, alles wirkte frisch und für 30€ bzw.27€  incl Getränke der Preis-Leistungssieger dieses Urlaubes. Die Inneneinrichtung und den knirschenden Sand unter den Schuhen muss man einfach ignorieren.

Uwe's Fischerhütte
Uwe's Fischerhütte

01.11.2010 + 05.11.2010: Das Suan Thai im Seetel an der Promenade, Thailändisch auf Usedom ? kein Fisch ? Um es kurz zu machen, es ist kein Widerspruch. Unser bisheriges Platz 1 Restaurant war (und ist) in Berlin, das Mirchi in der Oranienstrasse 204, aber das Suan Thai ist auf Augenhöhe!!!
Wie kennen es bereits von mehreren besuchen in den letzten Jahren.
Stielvoll eingerichtet, die Bedienung meinte das sie uns aus dem letzten Jahr kennen würde (nett geschmeichelt).
Einen Platz haben wir ohne Reservierung bekommen, bestellt haben wir Thailands schärfste Wurst (nicht wirklich scharf), die krossgebratene Ente und das  grüne Curry vom Huhn (scharf) (01.11.2010). Bei dem zweiten Besuch waren es dann der Scharfe Salat vom Schwein, die Glasnudelsuppe und als Hauptgericht das im Wok gebratene Hühnerfleisch (sehr scharf!!) sowie das Gegrillte Schweinefleisch.

Das Essen war super frisch und flott serviert.

Fazit: Qualität super, Portionen angenehm klein, Klasse Interieur, der Ostseesand knirschte unter unseren Füssen, das ist unser Sieger in den Kaiserbädern. Mit Getränken haben wir dann 50.30€ bzw. 62€ ausgegeben.

Suan Thai
Suan Thai

02.11.2010: Auf unseren Spaziergängen viel uns das Restaurant Kaiser Pavillon in Heringsdorf, Brunnenstr. 1, auf.
Ein Haus mit Geschichte (Johannes Rau, Horst Köhler und Udo Lindenberg waren schon da) das in Interieur art deco, eigentlich das was wir mögen.
Das Restaurant war leer, die Bedienung (in dreckigen Klamotten) war der Chef persönlich. Bestellt haben wir dann eine Soljanka, die Tagesempfehlung Forelle Müllerin Art sowie ein Filetgeschnetzeltes. Das Essen kam in dem mittlerweile leeren Lokal auch zeitnah.

Fazit: Salat kam zeitgleich mit dem Hauptgang, Soljanka gut, Forelle gut, das Filetgeschnetzelte  in dicker Mehlsoße, die Filets Tod gekocht, das war bezogen auf den Preis von 58€ das schlechteste Preisleistungsverhältnis, das Filetgeschnetzelte hatte nicht einmal Mensa- oder Kantinenqualität. Den Kaiser Pavillon haben wir für den nächsten Urlaub auf unsere Blacklist gesetzt.

Kaiser Pavillon
Kaiser Pavillon I
Kaiser Pavillon II
Kaiser Pavillon II

03.11.2010: Wir waren heute heute Freunde besuchen die zeitgleich Urlaub im Fischland machen und waren etwas spät dran, also ab in das Griechisches Spezialitätenrestaurant Rhodos in Ahlbeck Seestr. 28. Etwas skeptisch, vor 2 Jahren sind wir hier nicht bedient worden, aber diesmal lief es für uns in dem leeren Lokal besser. Die Einrichtung ist typisch für ein Griechisches Lokal, sie wirkt jedoch ein wenig runtergekommen.

Bestellt haben wir 2 Delphi Teller, die auch flott kamen.

Fazit: Salat mit Tzaziki kam vor dem Hauptgericht, leicht versalzen, die Grillteller waren ok. Die Bedienung hat sich mehr um ihre Freundinnen gekümmert, als um die Gäste. Für 30.60€ war es in Ordnung.

Rhodos
Rhodos

Thema: Tina + Toto's Restaurantkritik, Urlaub | Kommentare (1) | Autor:

01.11.2010 Insel Safari auf Usedom

Montag, 1. November 2010 20:00

So nach x Aufenthalten auf der Insel, nach einem Fernsehbeitrag von  Heike Götz in der Landpartie haben wir es diese Jahr gewagt: Wir buchen eine Tour mit der INSEL-SAFARI®. Also angerufen, spontan eine Tour für den nächsten Tag gebucht und dann stand er vor der Tür , der Defender mit Gunnar Fiedler, pünktlich um 10.00 Uhr vor unserer Ferienwohnung in Ahlbeck. 

Mit dabei ein Ehepaar (Susanne und Achim)aus Ostwestphalen. Ein erstes Briefing mit Karte auf der Motorhaube, das Verstauen der Teilnehmer…und dann ging es los. 

Hinter Ahlbeck in die Pampa, sprich auf einen Feldweg in Richtung Süd-Ost an das Ufer vom Gothensee. Vom See war, da alles Sumpf und Dunst,  nicht viel zu sehen. Weiter ging es dann zum Wolgastsee, da hielten wir dann das erste Mal. Der Ort heißt Koswandt, das Schwimmbad hatte Saison bedingt geschlossen. Das der wacklige Steg uns getragen hatte war schon ein Wunder. Die Idylle ist um die Jahreszeit schon beeindruckend.

Und wieder auf Feld- und Wanderwegen zum Schwarzen See, noch tiefer in der Pampa. Durch die Zirchower Berge an den Krebssee, es gibt auf Usedom 14 Seen wie wir dann im laufe der Tour lernten.

Das mit den Feldwegen die wir weiter fuhren,hatten wir bereits erwähnt, dann nach Ulrichshorst, als Moorkolonie 1774 gegründet, für 30 Familien als Straßendorf um den Thurbruch zu entwässern.

Dann wurde es Zeit für die erste Pause am Aussichtsturm des 58m hohen Krückelsberg, nahe des Ortes Reetzow.

Gunnar hatte für ein zweites Frühstück alles dabei.
Die Sicht war von diesem Aussichtspunkt jedoch heute nicht so gut, die Stille in der Gegend hat uns als Rheinmainer jedoch beeindruckt.

Nach der Stärkung sollte es dann weiter nach Benz, der “Kulturhaupstadt” von Usedom gehen. Als erstes Stand ein Besuch auf dem  Benzer Mühlenberg auf dem Programm, dort steht die 1830 gebaute Holländerwindmühle die bis 1972 in Betrieb war.

Zwischendurch lebte der Künstler Otto Niemeyer Holstein hier.

Heute Restauriert und vom Benzer Mühlenverein betreut. Da wir “zufällig” an der St. Petri Kirche von Benz hielten, sind wir dann mal rein. Sie ist eine der ältesten Kirchen Usedoms, bereits 1229 erstmalig urkundlich erwähnt. Innen beeindrucken mehrere hundert Sterne aus Holz, die aber einer Restauration bedürfen.

Nachdem Kirchenbesuch ging es an den Schmollensee, hier war es dann noch ruhiger (geht das überhaupt??), auch im Sommer würden sich hierher kaum Touristen verlaufen, kaum vorstellbar, den die in der Saison überlaufenden Kaiserbäder liegen nur ein paar Kilometer entfernt.

Nach dieser Besichtigung war Gunnar der Meinung das uns ein wenig Bewegung gut tun würde…..also warf er uns am Westufer des Schmollensee aus dem Defender und wir mussten den 26m hohen Fuchsberg erklimmen um zu der Bockwindmühle Pudagla zu kommen, wo das Auto auf uns wartete. Die Mühle kannten wir schon von einem früheren Besuch, leider war sie geschlossen.

Aber jetzt wissen wir wem das Protzanwesen neben der Mühle gehört…

Also wieder einsteigen und dann den Berg runter in Richtung Achter Wasser, durch die Schneise hindurch, die ein Tornado hier am 23.08.2010 hinlassen hatte, das haben wir dann auf der Tour noch ein paar mal sehen können.

Am Achterwasser wurden wir dann wieder aus dem Auto geworfen, um am Wasser um den Konker Berg herum zu der Badestelle am Achterwasser, das ist der Geheim-geheim Tipp zum Baden im Sommer.

Nach so viel Bewegung hieß es dann erst einmal Kilometer machen…an der still gelegten Kiesgrube mit dem Quadspuren (ein alter Traum wird da wieder wach) zu der Straußenfarm Usedom, hier hatten wir dann ein Déjà-vu, sprich mal einen Geocache gefunden.

Auf dem Weg nach Neppermin trotteten dann ein paar Schafe so ganz ohne Zäune auf der Straße, das würde bei uns in Rheinmain zu einem Großeinsatz der Polizei führen und einer Unterbrechung des Programmes der örtlichen Radiosendern.

Wir durften dann die Villen direkt am See bewundern, die zum Teil fast im Wasser stehen. Ferner erklärte dann Gunnar was es mit den Inseln Böhmke und Werder so auf sich hatte.

Dann wieder über Feldwege in Richtung Wasserschloss Mellenthin das wir uns noch ansehen wollten. Mitten im Wald an einer engen Stelle dann ein Baum quer über den Weg, weiter kommen unmöglich. Also die Frage von unserem “Kutscher” rückwärts oder sägen ??.

Die Gruppe entscheidet sich natürlich für das sägen und wir schafften diesen gruppendynamische Erlebnis (vermutlich hatte INSEL-SAFARI® den Baum dort hingelegt) in kurzer Zeit (die Zecke haben wir dann am nächsten Tag entfernt).

Am Wasserschloss angekommen, durften wir mal wieder ein wenig laufen, sprich um das Schloss herum. Die Revitalisierung des Ensembles ist schon weit fortgeschritten. Bei unserem ersten Besuch vor einigen Jahren, hätten wir nicht gedacht dies aufgrund der Bausubstanz möglich wäre.

Selbstverständlich wurde dann noch die im 14./15. Jh erbaute Kirche Mellenthin ein Besuch abgestattet.

Der Tag näherte sich so langsam aber sicher dem Ende zu, es gab aber doch noch einiges zu schauen. So fuhren wir dann weiter nach Morgenitz im Lieper Winkel. Die Gegend kannten wir von unserem Aufenthalt im Jahr 2004, wir hatten da eine Ferienwohnung in  Dewichow, sie hat sich, wie die ganze Insel wahnsinnig verändert. Hinter Morgenitz sahen wir dann unseren Seeadler….leider nicht im Flug, ein nachhaltig beeindruckendes Erlebnis.

Hinter Krienke dann ein weiterer Halt im Sumpf…über rutschige Stege an das Wasser, leider war dann kein weiterer Seeadler mehr zu sehen. Auf dem Weg nach Rankwitz war an vielen Bäume die Reste der “Harzer” die vor zur Wende Baumharz geerntet hatten, das dann zu u.a. Terpentin weiter verarbeitet wurde.

Am Hafen Rankwitz zauberte dann Gunnar ganz “zufällig” Kaffee und Kuchen aus dem Defender, den wir im Schein der untergehenden Abendsonne am Peene Strom genießen durften.

Das Fisch Restaurant am Hafen kann man uneingeschränkt empfehlen, wir kennen es von früheren Besuchen, heute fehlte jedoch die Zeit für einen Besuch.  

So langsam fing dann der Rückweg an, wir wollten eigentlich noch an das Stettiner Haff. Auf der Strecke ein kurzer Halt an der  Suckower Eiche, eine mindestens 700 Jahre alte Sockeleiche. Wir als alte Cacher wollten noch einen Cache heben…es blieb aber beim wollen (Nachtrag: wir waren 2 Tage später noch einmal da und schon lag die Dose in unserer Hand).

Von Suckow dann in Richtung B110, wieder in die Pampa, kurzer stopp um in der Ferne Hirsche und Rehe am Waldrand zu beobachten.

In Stolpe dann noch (schon fast im dunkeln) noch ein kurzer Besuch am  Herrenhaus Schloss Stolpe.  Das Tageslicht war aber jetzt zu Ende. Es ging dann ausnahmsweise über Landstaraßen durch Gummlin, Dargen, Bossin, Neverow, dem Flughafen Heringsdorf (mit gravierenden Mängeln nach der Pilotenvereinigung Cockpit 2010!!!), Zirchow und Korswandt zurück zu unserer Ferienwohnung im Autorenhaus Ahlbeck. Der Tag ging nach 87km und 7h dann plötzlich zu Ende…..

Fazit: Eine tolle, interessant Tour die uns an Ecken der Insel brachte die wir auch nach mehren Aufenthalten so noch nicht kannten.

Die wunderschöne Natur und die unglaubliche Stille an vielen Stellen der Insel hat uns tief und nachhaltig Beeindruckt. Unserem Guide Gunnar Fiedler danken wir für die unglaublichen Eindrücke, die netten Hintergrundgeschichten sowie den historischen Background.

Die Tour kann man weiter empfehlen, man sollte sie aber selber erfahren denn wir haben hier nicht alles nieder geschrieben.

Thema: Urlaub | Kommentare (2) | Autor: